Freitag, 7. Februar 2014

Halb so schlimm!

Ich hab's geschafft!
Gestern hatte ich endlich das Interview mit meiner AIFS-Beraterin.

Und nur um diejenigen vorzuwarnen, die es nicht so interessiert wie angehende Au Pairs: Dieser Eintrag wird etwas länger.

Also gut, ich habe mich gestern um 15.30 Uhr mit meiner Mama auf den Weg nach Lüdenscheid gemacht und wir waren etwa eine halbe Stunde zu früh da, weil wir uns dachten: Besser zu früh als zu spät.
Wir sind dann um 16.55 Uhr zur Wohnung gelaufen, haben geklingelt und wurden oben sehr freundlich von meiner Interviewerin begrüßt. Meine Mama wollte nur eben den Weg zum Einkaufszentrum wissen; nicht, dass hier irgendjemand denkt, sie musste Händchen halten oder so. :D
Als meine Muddi sich dann aus dem Staub gemacht hat, haben wir zwei Übriggebliebenen es uns auf ihrem Sofa gemütlich gemacht und sie hat mir den Ablauf erklärt. Erst einige Fragen auf Englisch, dann der psychologische Fragebogen und zum Schluss das Durchgehen meiner Bewerbung.
Wie ich in meinem gestrigen Post schon erwähnt hatte, war ich etwas nervös, weil ich Angst vor den Fragen hatte. Aber, um alle zukünftigen Au Pairs zu beruhigen: Die sind echt nicht schwierig.
Es fing mit den typischen Fragen an wie "Warum willst du Au Pair werden?", "Warum gerade Amerika?", "Was muss ein Au Pair deiner Meinung nach für Eigenschaften haben?", "Warum sollte eine Familie sich für dich entscheiden?", "Erzähl mir von deinen Erfahrungen mit Kindern"… Also Standardfragen, über die man sich im Voraus wirklich schon Gedanken gemacht hat. 
Danach ging es dann mit persönlicheren Dingen weiter. Ich sollte ihr von meiner Familie erzählen, von meinen Interessen, was ich im Moment mache und so weiter.
Und das Schöne war, dass sie sich wirklich mit mir unterhalten hat und nicht so: Ich stell dir eine Frage, du beantwortest sie und ich schreibe das auf. 
Sie hat mir was von ihrem Aufenthalt erzählt, dass ihr die Familie wirklich ans Herz gewachsen ist und sie sogar in Las Vegas geheiratet hat und ihre Gasteltern die Trauzeugen waren. 
Das ganze Gespräch (!) lief wirklich gut und entspannt und es war einfacher, als ich gedacht habe.
Als der englische Teil dann vorbei war, hat sie mich ganz viel gelobt, weil mein Englisch ja so gut wäre und hat gesagt, ich würde herausstechen und dann war ich ganz stooolz auf mich. :D
Aber es ist auch mit Schulenglisch zu schaffen, also keine Sorge!
Irgendwann kamen ihr Mann und dreijähriger Sohn nach Hause und der ist sooo niedlich! Er kam rein und hat mir ein vertrocknetes Blatt in die Hand gedrückt und meinte nach einer Minute: "Kannst du mir das bitte wiedergeben?". Ich dachte mir nur so: OH, WIE SÜß! *___* :D
Sooo, dann kam der psychologische Fragebogen. Bei AIFS sind es, nicht wie erwartet 260, sondern 171 Fragen. Man hat immer 3 Antwortmöglichkeiten; meistens "stimmt", "?" und "stimmt nicht". Und die Fragen an sich sind einfach gestellt, aber ich hab Angst, dass sich meine Antworten widersprechen. 
Ich habe beispielsweise gesagt, ich wäre lieber Beraterin als Architekt, der Dinge entwirft und bei einer anderen Frage dann aber, dass ich lieber Architekt wäre und alleine an etwas arbeiten würde, als jemand, der Stahl (oder sowas in der Art) an Kunden verkauft. Dann habe ich ab und zu gesagt, dass ich den Kontakt zu Menschen brauche, dann aber wieder, dass ich gerne für mich alleine bin.
Die Fragen sind halt immer anders gestellt und da ist es schwierig, genau zu wissen, wie das gemeint ist. Ich hoffe, dass es jetzt nicht daran scheitert, das wäre ziemlich scheiße. 
Wie dem auch sei, nachdem ich damit fertig war, hat sie mir gesagt, dass sie mein Video sehr gut findet, weil man es auf jeden Fall nicht vergisst und dass mein Brief an die Gastfamilie zwar ziemlich lang wäre, aber gut und interessant geschrieben. Meine To-Do-Liste hatte 3 Punkte: Bei den Fotos auf meiner Bewerbung musste ich nur noch auf "agree" klicken, bei meinem Brief das Alter der Kinder rausnehmen und eine Zeile weglassen und bei dem "Childcare experience"-Teil die Stunden bei meiner Nachbarin und Cousine nochmal neu berechnen, weil die Erfahrungsstunden erst ab 12 angerechnet werden. Mehr gab es aber eigentlich nicht und sie war sehr zufrieden mit mir, was mich unheimlich gefreut hat. Dann hat mir noch Zettel mitgegeben zum Thema Versicherung und mir meine Fragen beantwortet. 
Von den 3 Stunden, die ich da war, haben wir uns knapp eine Stunde auf Englisch unterhalten, aber keine Sorge, man achtet dabei überhaupt nicht auf die Zeit und unterhält sich nett. 
Und meine Betreuerin ist auch einfach wirklich total cool drauf und meinte am Anfang noch zu mir: "Ich war vorhin beim Zahnarzt und bin ein bisschen zugedröhnt, also wunder dich nicht, wenn ich irgendwelchen Mist von mir gebe und mir Begriffe nicht einfallen". Ich dachte mir so: OKAY! :D
Und sie hat noch erzählt, dass sie ihr Gespräch damals bei einer sehr konservativen, älteren Englischlehrerin hatte und das Gefühl hatte, sie konnte sie überhaupt nicht leiden. Als sie dann bei ihrer Gastfamilie war (die, nebenbei bemerkt, stinkreich sind), durfte sie sich den Interviewbericht durchlesen und der war überraschenderweise sehr positiv. Ich meine, die nehmen sich ja nicht extra 2-3 Stunden Zeit, nur um euch "durchfallen" zu lassen. Es ist wirklich nicht schwierig und die Atmosphäre ist sehr entspannt (das habe ich schon auf mehreren Blogs gelesen). Dass man aufgeregt ist, ist völlig normal, aber wenn man erstmal angefangen hat zu reden, ist alles wirklich halb so schlimm.
Sooo, das war's! Ich entschuldige mich dafür, dass der Eintrag so lang geworden ist, aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen weiter. Und Bilder gibt's spätestens, wenn ich in Amerika bin! 

Adieu!


Chrissi ♡

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